Checkliste und Zeitplan für Eltern
Steht bei eurem Kind in diesem Jahr die Erstkommunion an, tauchen schnell viele Fragen auf. Wer wird eingeladen, wo feiern wir, was braucht das Kind, was lässt sich früh erledigen. Gute Planung heißt nicht, alles bis ins Detail festzulegen. Sie sorgt dafür, dass ihr euch am Festtag nicht mit offenen To-dos beschäftigt, sondern den Moment erlebt. Mit unserer Checkliste zum Downloaden habt ihr immer den Überblick.
1. Termin und Kirche klären
Anmeldung zur Erstkommunion
Kinder in der zweiten/dritten Klasse nehmen in der Regel an der Erstkommunion teil. Ist euer Kind bereits getauft, erhaltet ihr etwa sechs bis zwölf Monate vorher eine Nachricht von eurer Pfarrgemeinde.
Für die Anmeldung bringt ihr die Taufbescheinigung oder das Familienstammbuch ins Pfarrbüro. Dort werden auch alle Formalitäten geklärt. Den genauen Ablauf der Vorbereitung und der Feier bespricht ihr meist beim anschließenden Elternabend.
Manche Kirchen vergeben feste Kommuniontermine, andere bieten mehrere Möglichkeiten an. Die Feier findet meist am Sonntag nach Ostern, dem „Weißen Sonntag“, oder an einem der folgenden Sonntage statt. Häufig kommen noch Elternabende, gemeinsame Messen und Vorbereitungstermine dazu. Diese Eckdaten bestimmen den weiteren Ablauf.
Sobald der Termin feststeht, lohnen sich die nächsten Schritte auf der Checkliste.
Tipp:
Überlegt früh, wo ihr nach der Kirche feiern möchtet. Gasthäuser sind in kleinen Orten schnell ausgebucht, weil viele Familien am selben Tag reservieren. Auch Gemeindesäle oder der eigene Garten brauchen Planungsvorlauf.



2. Gästeliste zusammenstellen
Die Gästeliste bringt Klarheit. Großeltern, Pat:innen, enge Familie, vielleicht auch Freund:innen. Schreibt alle Namen auf, streicht dann bewusst. Eine kleine Übersicht erleichtert das Verschicken der Einladungen und hilft, das Budget richtig einzuschätzen. Nicht jede Einladung muss aus Gewohnheit erfolgen. Ihr schuldet der Nachbarin keine Einladung, nur weil sonst die Tante zweiten Grades schiefschauen würde.
Eine überschaubare Runde schafft oft mehr Nähe als ein voller Saal.
Tipp:
Denkt beim Zusammenstellen bereits an die Einladungen. Klassisch, schlicht oder mit einem Motiv, das zu eurem Kind passt. Diese Entscheidung prägt später auch Tischkarten oder kleine Erinnerungen.
Alles zur Erstkommunion an einem Ort
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3. Einladungen verschicken
Acht bis zehn Wochen vor der Feier haben sich bewährt. Die Gäste können den Termin einplanen und falls nötig Übernachtungen oder Anfahrten organisieren.
Bezieht euer Kind ein. Ihr müsst nicht zusammen aufwendige Pop-Up Einladungen basteln, wenn ihr darauf keine Lust hat. Zusammen Farben aussuchen, Motive vergleichen oder den Text mitlesen reicht oft schon aus, damit es sich als Teil der Vorbereitung fühlt.
4. Kleidung für das Kommunionkind
In vielen Gemeinden ist die Kleidung für die heilige Erstkommunion vorgegeben oder es gibt einheitliche Kutten, die bereitgestellt werden. Was darunter getragen wird, entscheidet ihr gemeinsam mit eurem Kind. Der Tag ist lang, das Kind sitzt, steht, geht, lacht. Kleidung darf festlich sein, sollte aber nicht einengen.
Schuhe, Haarschmuck, Jacke oder Bolero gehören ebenfalls zur Vorbereitung.
Praktischer Hinweis:
Ein Ersatzhemd oder eine Bluse im Auto erspart Stress, wenn kurz vor den Fotos noch Saft verschüttet oder Kuchen verkleckert wurde.
5. Dekoration und Festtafel
Dekoration lebt von Zurückhaltung. Ein Farbkonzept zum Beispiel Weiß mit Grün oder zarten Pastelltönen, wirkt ruhig und festlich. Namenskärtchen, eine schöne Kerze, kleine Blumen oder ein schlichter Cake-Topper reichen oft völlig aus. Der Tisch muss nicht überladen werden mit Deko, sie muss auch nicht mit einer Hochzeit konkurrieren können.
Tipp:
Kläre bei externen Locations rechtzeitig, wann ihr dekorieren dürft und was gestellt wird.
Finde in unserem Blogbeitrag Tischdeko für die Kommunion mehr zu dem Thema.
6. Torte oder Kuchen
Überlegt, ob ihr selbst backt, bestellt oder Hilfe aus der Familie annehmt. Oft ist eine Mischung am entspannt. Die Erstkommunionstorte kommt vom Konditor, das Kuchenbuffet von Freunden oder Verwandten.
Tipp:
Besorgt kleine Kuchenschachteln, damit ihr den Gästen falls zu viel übrig bleibt, auch Tortenstücke mit geben könnt.
7. Geschenke abstimmen
Klassische Geschenke zur Kommunion sind Kreuze, Kerzen, Schmuck oder Bücher. Persönliche Gravuren oder ein handgeschriebener Text geben dem Geschenk Gewicht und sind persönlicher.
Sprecht euch mit Pat:innen und Großeltern ab. Doppelte Geschenke lassen sich so vermeiden.
Idee:
Ein kurzer Moment nach der Feier, in dem das Kind die Geschenke in Ruhe öffnet, bleibt oft länger im Gedächtnis als das Auspacken zwischen Tür und Küche.
Mehr zum Thema Kommunionsgeschenke findest du in unserem Blogbeitrag Kommunion feiern.
8. Erinnerungen an die Erstkommunion
Überlegt gemeinsam, wie ihr diesen Tag noch Jahre nach der Erstkommunion, wieder hervorholen möchtet. Fotos gehören für viele Familien dazu. Plant ein Gruppenfoto fest ein, am besten gleich nach der Kirche oder zu Beginn der Feier, solange alle noch geschniegelt und entspannt sind.
Sehr beliebt ist ein Gästebuch zur Kommunion. Nicht nur zum Unterschreiben, sondern mit vorgedruckten Fragen oder freien Seiten für Zeichnungen, Wünsche und persönliche Worte. Jahre später blättert man darin anders als durch eine lose Fotosammlung.
Eine weitere Möglichkeit ist ein Fingerabdruckbild. Jeder Gast hinterlässt einen Abdruck und schreibt seinen Namen dazu. Das fertige Bild findet später einen Platz im Kinderzimmer und erinnert jeden Tag an diesen besonderen Anlass.
9. Gastgeschenke für die Gäste
Gastgeschenke sind kein Muss. Wer den Gästen dennoch eine kleine Erinnerung mitgeben möchte, bleibt am besten schlicht. Kleine Gesten wirken oft stärker als aufwendige Präsente.
Kerzen eignen sich gut, weil sie während der Feier Teil der Tischdekoration sind und danach mitgenommen werden können. Mit Kerzentattoos lassen sich einfache Kerzen individuell gestalten, ohne viel Vorbereitung. So verbindet sich Dekoration und Erinnerung ganz selbstverständlich.
Wichtig bleibt dabei: Das Geschenk soll den Tag ergänzen, nicht überdecken.
Tipp:
Denkt bei der Planung auch an die jüngeren Kinder unter den Gästen. Dafür braucht es kein Programm und keine Bespaßung. Ein kleiner Korb mit Stiften, Ausmalbildern und ein paar Kartenspielen reicht oft schon aus. So bleibt die Feier ruhig und entspannt, auch wenn nach dem Essen die ersten Anzeichen von Langeweile auftauchen.
Unsere komplette “Erstkommunion planen”-Liste kannst du ganz einfach downloaden und ausdrucken.
Checkliste für den Überblick
Diese Punkte helfen beim Abhaken:
Termin und Kirche klären
Location für die Feier festlegen
Gästeliste schreiben
Einladungen auswählen und versenden
Kleidung organisieren
Dekoration planen
Geschenke abstimmen
Fotos oder Fotograf einplanen
Ablauf des Tages grob durchdenken
Entspannt durch die Vorbereitung
- Früh anfangen, dann bleibt Spielraum
- Aufgaben verteilen, auch Paten oder Großeltern helfen gern
- Den Blick immer wieder auf das Kind richten
- Kleine Rituale einplanen, etwa ein gemeinsames Gebet oder ein Dankeswort
Die Erstkommunion ist kein Wettbewerb und kein Schaulaufen. Sie ist ein Tag für euer Kind und für Menschen, die es begleiten. Mit einem klaren Plan im Hintergrund bleibt Platz für Lachen, Gespräche und Erinnerungen, die bleiben.
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